Thứ Năm, 4 tháng 12, 2025

Grenzerfahrungen​/ Vorbereitung mit B2 Telc.

 Grenzerfahrungen​/ Vorbereitung mit B2 Telc. Deutsch

Lesen Sie zuerst den Artikel und lösen Sie dann die Aufgaben (1–5) zu dem Text. Entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist.


Grenzerfahrungen üben auf viele Menschen eine besondere Anziehungskraft aus, weil sie uns an die Grenzen des Machbaren und zugleich an die Grenzen unserer eigenen Persönlichkeit führen. Wer sich auf das Unbekannte einlässt, erlebt nicht nur die Natur neu, sondern auch sich selbst.

Der Forscher und Expeditionsleiter Martin Krüger spricht über die Faszination solcher Erlebnisse und ihren tieferen Sinn.

Das Wort „Abenteuer“, das in meinem Zusammenhang so oft gebraucht wird, habe ich stets anders verstanden. Für mich geschieht Abenteuer im Kopf. Es ist die Freiheit, das Unmögliche zu denken und das zu versuchen, wovon andere sofort behaupten: Das ist unmöglich.

Schon als Jugendlicher hat mich diese Freiheit, aufzubrechen, geprägt. Das Eintauchen in wilde Landschaften gibt einem eine ungeheure Kraft. Doch Träume, aus denen echte Visionen entstehen, gehören nicht nur einer einzelnen Person, sondern der Gesellschaft als Ganzes. Visionen treiben schließlich Handlungen an. Und wenn man sich umsieht, erkennt man unzählige Probleme. Deshalb brauchen wir dringend mehr Menschen mit Weitblick – vor allem, wenn es um Natur- und Klimaschutz geht.

Mich haben die Eisregionen seit jeher begeistert. Sie sind wie ein Spiegel des Unbekannten: ohne Ausrüstung unbewohnbar, aber von einzigartiger Schönheit. Erobern im klassischen Sinne müssen wir dort nichts mehr – es gibt keine weißen Flecken auf den Karten. Doch auf meiner persönlichen inneren Landkarte finde ich diese leeren Stellen. Wenn ich mich auf diese Landschaften einlasse, entdecke ich zugleich mich selbst.

Ein besonders prägendes Erlebnis war eine Expedition zum Nordpol, die ich 1993 leitete. Mit einem internationalen Team aus neun Nationen legten wir über 1.200 Kilometer auf dem gefrorenen Meer zurück. Das war kein Spaziergang: Erfrierungen, Schmerzen, Hunger begleiteten uns. Aber genau dadurch kam man der Natur sehr nahe. Für mich gilt bis heute: Der Weg selbst ist das Ziel. Acht verschiedene Kulturen, die gemeinsam eine so schwere Aufgabe meistern mussten – das ist eine Schule fürs Leben.

Oft werde ich gefragt: „Wem nützt das?“ Zuerst nützt es mir, weil ich meine Träume lebe, ohne anderen dadurch zu schaden. Gleichzeitig sehe ich meine Reisen als Möglichkeit, Menschen Einblicke in Landschaften zu verschaffen, die sie selbst nie erleben können. Ich reise stellvertretend, um auf diese Naturräume und die dort lebenden indigenen Gemeinschaften aufmerksam zu machen, die von Veränderungen meist als Erste betroffen sind.

Ich wollte nie völlig aussteigen oder alle Brücken abbrechen. Freunde und Familie sind für mich ebenso wichtig wie das Unterwegssein. Aber ich erkenne die Schattenseiten der modernen Zivilisation: Wer sich dauerhaft von der Natur entfernt, verliert das Gespür für die wesentlichen Fragen des Lebens. Diese Angst habe ich heute nicht mehr – auch wenn ich große Teile des Jahres draußen verbringe, wo ganz andere Regeln gelten. Dort lernt man Demut – vor der Natur, vor dem Leben selbst.

Darüber hinaus versuchen wir, unsere Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben. Im Sommer 2009 organisierten wir auf Grönland ein Jugendcamp, an dem sogar Schüler aus Argentinien teilnahmen. Unter wissenschaftlicher Anleitung erhielten sie theoretisches Wissen über die Polarregion, und wir nahmen sie auch hinaus ins Eis, damit sie spüren konnten, wie ein Gletscher wirklich ist. Wir möchten die Jugend für diese einzigartige Natur begeistern, damit sie als Botschafter in ihre Heimat zurückkehren und ihre Altersgenossen sensibilisieren.

In naher Zukunft brechen wir erneut ins Eis auf. Für mich ist das immer wie eine Reise in eine andere Welt – und zugleich freue ich mich jedes Mal darauf, wieder heimzukommen.

1. Martin Krüger findet Visionen wichtig, weil sie: a) die Menschen dazu bewegen, aktiv zu werden. b) zeigen, wie man berufliche Karriere macht. c) Politikern bei der Umsetzung ihrer Programme helfen.

2. Nach Meinung von Martin Krüger ist es eine Herausforderung, a) immer neue geografische Gebiete zu erobern. b) durch die Auseinandersetzung mit der Natur sich selbst zu entdecken. c) die Eisregionen wirtschaftlich zu nutzen.

3. Bei seiner Nordpolexpedition 1993 war für Martin Krüger die wichtigste Erfahrung, a) trotz Kälte und Strapazen Freude zu empfinden. b) ein gefrorenes Meer von über 1.200 Kilometern zu überqueren. c) im internationalen Team Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenzubringen.

4. Martin Krüger betrachtet seine Expeditionen als Möglichkeit, a) ökologisch verträglichen Tourismus aufzubauen. b) sich für die Natur und die indigenen Völker der Polarregionen einzusetzen. c) rein wissenschaftliche Projekte zu realisieren.

5. Das Ziel von Martin Krüger ist es, dass Jugendliche a) die Polarregion ausschließlich wissenschaftlich erforschen. b) als Botschafter für die Einzigartigkeit dieser Natur in ihre Heimatländer zurückkehren. c) später politische Vertreter ihres Staates werden.

Thứ Tư, 3 tháng 12, 2025

Freizeitbegriff und Freizeitrituale​/ Vorbereitung mit B2 Telc Deutsch

 Freizeitbegriff und Freizeitrituale​/ Vorbereitung mit B2 Telc Deutsch

Lesen Sie zuerst den Artikel und lösen Sie dann die Aufgaben (1–5) zu dem Text. Entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist.


Die Art und Weise, wie Menschen ihre freie Zeit verstehen, ist immer ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Mit jedem Jahrzehnt verändert sich nicht nur der Umfang, sondern auch die Qualität dessen, was wir unter Muße und Erholung begreifen.


Das Verständnis von freier Zeit hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte tiefgreifend gewandelt. Heute unterscheidet sich diese Phase des Lebens sowohl inhaltlich als auch quantitativ von früheren Vorstellungen. Auch heutzutage dient sie noch der Erholung von der Arbeit, doch längst nicht mehr ausschließlich – wie etwa in den sechziger Jahren – als reine Regenerationszeit. Für die Mehrheit der Bevölkerung hat Freizeit einen eigenen Wert erhalten. Rund zwei Drittel der Menschen sind überzeugt, dass freie Stunden in erster Linie dafür da sind, tun und lassen zu können, was Freude bereitet. Aus einer von Arbeit abhängigen Definition, die freie Zeit lediglich als Abwesenheit von Beruf verstand, hat sich mittlerweile eine positive Auffassung entwickelt: freie Stunden gelten als Raum persönlicher Freiheit.


Mehr als dreißig Jahre verkürzter Arbeitszeiten haben Spuren hinterlassen – sowohl in der Gesellschaft als auch in den Einstellungen der Menschen. Freizeit ist heute mehr als eine Pause, um sich auf den nächsten Arbeitstag vorzubereiten. Sie ist unabhängig von der Arbeitswelt geworden. Nur eine Minderheit – etwa ein Viertel der Bevölkerung – verbindet freie Zeit noch direkt mit Nicht-Arbeiten und Nicht-Verdienen. Dieser Anteil zeigt sich bei Arbeitern (36%), bei Angestellten (32%) wie auch bei Selbständigen (29%). Die meisten Menschen denken bei Freizeit in erster Linie an Vergnügen und persönliche Erfüllung. Freie Stunden bedeuten daher eher ein positives Lebensgefühl als eine arbeitsabhängige Kategorie. Für viele ist „arbeitsfreie Zeit“ längst nicht mehr gleichzusetzen mit „Freizeit“. Mit diesem subjektiven Wandel geht auch eine gesellschaftliche Neubewertung der freien Stunden einher.


Angesichts des wachsenden Anteils an Menschen ohne Erwerbsarbeit ist es zunehmend schwierig, die Entwicklung vorauszusagen. Doch zeichnet sich ab: Freizeit wird immer weniger als reine Erholungszeit von Arbeit verstanden und immer stärker mit Lebensfreude gleichgesetzt. Freie Zeit bedeutet: sich wohlfühlen, tun und lassen, was Freude bereitet, das Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten sowie Zeit mit Familie und Freunden verbringen.


Alles hat seine Gewohnheiten und Abläufe, auch die freie Zeit. In Deutschland sind diese Tagesstrukturen klar erkennbar: Am Samstag ins Kino oder zum Sport, am Sonntag mit der Familie. Fast ein Drittel der Bevölkerung reserviert regelmäßig einen bestimmten Tag für gemeinsame Unternehmungen, Sport oder Entspannung. Knapp ein Fünftel hält feste Termine für Hobbys, Vereinsaktivitäten oder Besuche ein. Und selbst der „Badeabend“ hat für etwa jeden fünften Deutschen seinen festen Platz.


Obwohl die Arbeitszeiten kürzer geworden sind, konzentriert sich der größte Teil der Freizeitgestaltung weiterhin auf das Wochenende. Dazu gehören Ausgehen, Besuche machen, lesen, faulenzen oder ein Hobby pflegen. Der Samstag ist für rund ein Drittel der Befragten der wichtigste Tag für Unternehmungen außer Haus. Am Sonntag hingegen dominieren meist zwei Aspekte: Familie und Erholung. Viele verbinden diesen Tag mit einem Balanceakt zwischen eigener und gemeinsamer Freizeit. Für einige – etwa sieben Prozent – ist der Sonntag sogar ein „Tag der Nähe und Zweisamkeit“.


Solche festen Abläufe haben immer schon eine bedeutende Rolle im Alltag gespielt, auch wenn sie wissenschaftlich lange vernachlässigt wurden. Was als kleine Gewohnheit beginnt – Begrüßungsrituale nach Feierabend, gemeinsames Abendessen oder der Spaziergang am Sonntag – kann zu festen Strukturen werden. Diese Routinen geben den Menschen Orientierung und Sicherheit. Gerade im Zusammenhang von Arbeit und freien Stunden haben Gewohnheiten eine stabilisierende Funktion. Sie spiegeln das Bedürfnis nach Geborgenheit wider, verbunden mit einem harmonischen Ausklang des Tages oder einem gelungenen Wochenende.

1. Rund zwei Drittel der Menschen sind überzeugt, dass freie Stunden: a) nach den eigenen Vorlieben gestaltet werden sollen. b) nicht unbedingt positiv empfunden werden. c) in erster Linie nur der Erholung und dem Schlaf dienen sollten. 

2.Die Mehrheit der Bevölkerung nutzt ihre freie Zeit: a) für persönliche Interessen und Freude. b) um zusätzliches Geld zu verdienen. c) vor allem zur Vorbereitung auf den nächsten Arbeitstag. 

3. In Deutschland gilt, dass man a) seine Hobbys ausschließlich am Wochenende ausübt. b) keinerlei Struktur in der Freizeitgestaltung hat. c) die freie Zeit meist gut organisiert und bestimmte Tage für Aktivitäten reserviert. 

4. Der Sonntag ist bei vielen Menschen besonders geprägt durch a) Unternehmungen außer Haus. b) gemeinsame Aktivitäten mit Freunden oder Kollegen. c) Familie und Erholung.

5. Gewohnheiten und Routinen in der freien Zeit a) verringern das Gemeinschaftsgefühl. b) haben für moderne Familien keine Bedeutung mehr. c) wurden bisher wissenschaftlich kaum erforscht.

Anglizismen​/mit B2. Telc Deutsch

 Anglizismen​/mit B2. Telc Deutsch

Lesen Sie zuerst den Artikel und lösen Sie dann die Aufgaben (1–5) zu dem Text. Entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist.

Die Sprache in der Werbung verrät immer auch ein Stück Zeitgeist. Gerade in Deutschland lässt sich beobachten, dass Anglizismen zunehmend das Bild von Plakaten, Fernsehspots und Onlineanzeigen prägen.


Immer öfter begegnen Konsumenten in der Bundesrepublik Werbeslogans auf Englisch: „Join the feeling“ lockt eine Modemarke, „Stay connected“ wirbt ein Anbieter für Internetdienste, „Drive your dream“ verspricht ein Autohersteller. Auch in eigentlich deutschsprachigen Botschaften tauchen englische Ausdrücke auf: Produkte sind plötzlich „cool“, ein Smartphone gilt als „must-have“.


In der Werbebranche hat sich die Vorstellung verfestigt, Englisch sei modern, international und zukunftsorientiert. „Die Zukunft spricht Englisch“ – so könnte man das Credo vieler Agenturen zusammenfassen. Die Vereinigten Staaten stehen für Freiheit und unbegrenzte Chancen, und genau dieses Image wollen Marketingspezialisten nutzen, um deutsche Waren attraktiver erscheinen zu lassen. Hinzu kommen wirtschaftliche Gründe: Ein Slogan in global verständlichem Englisch kann weltweit eingesetzt werden, ohne dass teure Anpassungen für verschiedene Länder nötig sind.


Doch die Reaktionen der Kunden sind nicht immer so, wie es sich die Branchenvertreter wünschen. Eine Studie an der Hochschule Bergstadt hat gezeigt, dass deutschsprachige Werbesprüche deutlich besser ankommen. Auf Deutsch lassen sich Wortspiele und humorvolle Formulierungen viel wirkungsvoller einsetzen. Beispiele wie „Sparen macht Spaß“ eines Möbelmarktes, „Erstes Mal – unvergesslich gut“ für ein deutsches Nahrungsmittel oder „Lebst du schon?“ einer Einrichtungskette haben sich tief in das Gedächtnis der Verbraucher eingeprägt. Manche Sprüche gehen sogar in die Alltagssprache über und werden völlig losgelöst von ihrem ursprünglichen Produkt benutzt.


Klassische deutsche Werbeaussagen wie „Wir wissen, was Familien brauchen“ einer Haushaltsgerätefirma oder „Rund, lecker, unser“ eines Süßwarenherstellers bestehen seit Jahrzehnten und sind bis heute präsent – sowohl in der Werbung als auch in alltäglichen Gesprächen. Besonders die Kundengruppe über 40 reagiert deutlich stärker auf deutschsprachige Botschaften als auf englische. Aber auch jüngere Konsumenten schätzen es, wenn sich der Sinn einer Werbebotschaft sofort in ihrer Muttersprache erschließt – während globales Englisch oft unklar bleibt und nicht die gewünschte Wirkung erzielt.

1. Werbeanzeigen in Deutschland sind a) ausschließlich noch in deutscher Sprache. 

b) immer häufiger mit englischen Slogans gestaltet. 

c) nur deshalb erfolgreich, weil sie englisch klingen. 

2. Englisch gilt in der Werbebranche als  

a) überholt und nicht mehr zeitgemäß.

b) modern, international und die Sprache der Zukunft. 

c) eine Arbeitssprache, die in allen Agenturen bald eingeführt wird. 

3. Manche deutschsprachige Werbesprüche 

a) werden sofort wieder vergessen. 

b) entwickeln sich zu festen Bestandteilen des Alltags.

c) dienen nur der kurzfristigen Unterhaltung. 

4. Werbeslogans 

a) können in die Umgangssprache übergehen und dort weiterleben.  

b) werden nur innerhalb von Werbekampagnen verstanden. 

c) richten sich ausschließlich an jünger Käufer.

5. Deutsche Konsumenten 

a) verstehen nicht immer, was englische Werbebotschaften eigentlich aussagen. 

b) bevorzugen grundsätzlich jede Werbung auf Englisch. 

c) haben keinerlei Probleme mit englischen Formulierungen.

Dialekte in Deutschland/ Vorbereitung mit B2 Telc Deutsch

 Dialekte in Deutschland/ Vorbereitung mit B2 Telc Deutsch

Lesen Sie zuerst den Artikel und lösen Sie dann die Aufgaben (1–5) zu dem Text. Entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist.


Sprachliche Vielfalt ist kein nostalgisches Relikt, sondern lebendige Gegenwart: Sie zeigt, wie Menschen ihre Region und Identität in Wörtern tragen. Wer Dialekte hört, hört immer auch Geschichte, Zugehörigkeit und ein Stück Alltag.

Wie heißt das runde Gebäck, das viele morgens gerne essen, in Ihrer Gegend? Vielleicht „Rundle“? Oder „Kringelchen“? Oder „Backerl“? Im fiktiven Sprachatlas für den Alltag (SfA) werden über ein Dutzend verschiedener Bezeichnungen für das Brötchen-Äquivalent gesammelt, die in unterschiedlichen Teilen des Landes verbreitet sind.

Dialekte, oft auch Mundarten genannt, sind regionale Spielarten einer Sprache. Sie unterscheiden sich nicht nur im Wortschatz (etwa „Rundle“ statt „Brötchen“), sondern auch in Grammatik und Aussprache von anderen Varianten derselben Sprache. In unserem Land werden rund 22 größere Dialektfelder unterschieden, die sich wiederum in zahlreiche Untergruppen gliedern.

Etwa 55 Prozent der Bevölkerung geben an, eine Mundart sprechen zu können. Besonders viele Sprecherinnen und Sprecher finden sich im Süden und Südwesten, sodass es kaum erstaunt, dass ein südlicher Klang—etwa das fiktive „Isartalerisch“—zu den besonders sympathisch wahrgenommenen zählt. In Ranglisten der Beliebtheit landet „Isartalerisch“ häufig weit oben und erreichte in diesem Jahr erneut den zweiten Platz, hinter dem Spitzenreiter „Nordmarkisch“. Dahinter folgten „Spreeländisch“ und „Rheinauisch“, die insgesamt ebenfalls sehr positiv bewertet wurden.

Beliebtheitswerte dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mundarten mitunter ein Imageproblem haben. Wer Standardsprache spricht, gilt oft—zu Unrecht, wie man heute weiß—als gebildeter und intelligenter als Dialektsprechende. Das Vorurteil hält sich hartnäckig, seine Wurzeln liegen häufig in der Schulzeit. Lea Winter (22), die Sprachwissenschaft studiert, erinnert sich:

„Bei uns am Gymnasium war Dialekt unerwünscht. Wer nicht ‚richtiges Deutsch‘ sprach, wurde immer wieder ermahnt; einige Mitschüler machten sich sogar lustig. Das hat mich so geprägt, dass ich die Mundart, die ich von zu Hause kannte, bewusst abgelegt habe. Inzwischen bedaure ich das—es ist schließlich Teil unserer Kultur.“

Das lange schlechte Image—zum Teil bis heute—ist sicher ein Grund dafür, dass Dialekte insgesamt seltener im Alltag zu hören sind. Während Mitte der 2000er-Jahre im Ostteil des Landes noch etwa 44 Prozent angaben, die Mundart sei ihre normale Alltagssprache, sind es heute nur noch knapp 28 Prozent. Im Westen zeigt sich eine ähnliche, ebenfalls rückläufige Tendenz. Ein vollständiges Verschwinden ist dennoch unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass kleinräumige lokale Varietäten sich zunehmend angleichen: Es wird voraussichtlich weniger, dafür großräumiger verbreitete Dialekte geben.

Manche begegnen diesen Veränderungen gelassen—Sprachen sind schließlich dynamisch und verändern sich ständig. Andere versuchen, dem Rückzug der Mundarten entgegenzuwirken und ihren Stellenwert gezielt zu stärken.

Viele Förderinitiativen setzen an Schulen an. In der fiktiven Stadt Hohenhafen wurde im Jahr 2015 „Niederländisch-Platt“ (eine lokale Niederdeutsch-Variante) an mehreren Grundschulen als Wahlfach eingeführt. Anlass war die Beobachtung, dass der Anteil aktiver Sprecherinnen und Sprecher seit Jahren sank und Kinder die Mundart kaum noch von den Großeltern übernahmen; durch Unterricht, Lesepatenschaften und Theaterprojekte sollte das Weitergeben der lokalen Sprache wieder selbstverständlich werden.

1. Isartalerisch 

a) belegt zum zweiten Mal Platz eins auf der Beliebtheitsskala. 

b) war im letzten Jahr beliebter als der nordmarkische Dialekt. 

c) wurde in diesem Jahr positiver bewertet als Spreeländisch. 

2. Lea Winter hat

a) ihre Einstellung zum Dialektsprechen geändert. 

b) während ihrer gesamten Schulzeit Dialekt gesprochen. 

c) während ihrer Schulzeit keine negativen Erfahrungen mit ihrer Mundart gemacht. 

3. In Zukunft wird 

a) es landesweit keine Dialekte mehr geben.

b) es insgesamt weniger unterschiedliche Dialekte geben. 

c) man nur noch im Osten Dialekt sprechen. 

4. In der Stadt Hohenhafen 

a) ist die Anzahl der Dialektsprecher um zehn Prozent gesunken. 

b) können Grundschulkinder seit 2015 in der Schule Niederländisch-Platt lernen.

c) können immer noch viele Menschen Plattdeutsch sprechen. 

5. Beobachtungen in Hohenhafen zeigen, dass 

a) Dialekte keinen Einfluss auf die Lernfähigkeit haben. 

b) der Anteil aktiver Sprecherinnen und Sprecher seit Jahren sinkt.

 c) Kinder mit Mundart größere Schwierigkeiten in Fremdsprachen haben

Thứ Ba, 2 tháng 12, 2025

Wo sie ihren Kaffee zelebriert/ Vorbereitung mit B 2 Telc Deutsch

 Wo sie ihren Kaffee zelebriert/ Vorbereitung mit B 2 Telc Deutsch

Lesen Sie zuerst den Artikel und lösen Sie dann die Aufgaben (1–5) zu dem Text. Entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist.

1. Das Ziel der Aktion der „Fachgruppe der Altburger Kaffeehäuser" ist, 

a) das Angebot in Altburgs Kaffeehäusern zu verbessern. 

b) die Zahl der Kaffeehäuser in Altburg zu erhöhen. 

c) Altburg und die Altburger Kaffeehauskultur international bekannter zu machen.

2. Die Aktion der „Fachgruppe der Altburger Kaffeehäuser" richtet sich vor allem 

a) an ausländische Touristinnen und Touristen. 

b) an die Altburger Bevölkerung. 

c) an internationale Journalistinnen und Journalisten. 

3. Die Idee für diese Aktion

a) hatte der Vorgänger von Jakob Heiden. 

b) hatte das Team um Jakob Heiden. 

c) hatte Leander Falk.

 4. Bei den Veranstaltungen gibt es 

a) ein Buffet und musikalische Darbietungen. 

b) Vorträge in drei Sprachen.

c) typische Altburger Kaffee-Spezialitäten. 

5. Am Ende bekommen die Teilnehmer a) ein Notizbuch für persönliche Eindrücke. 

b) einen Artikel über Altburgs bekannteste Kaffeehaus-Journalisten. 

c) eine dreisprachige Informationsbroschüre zur Geschichte der Altburger Kaffeehäuser mit Rezepten und Wissenswertem.


Wer das Wesen einer Stadt begreifen will, sollte dort Platz nehmen, wo sie ihren Kaffee zelebriert. In Tassen spiegelt sich Lebensart – und manchmal sogar das Selbstbild einer ganzen Metropole.


Altburg möchte seine Kaffeehauskultur als Signatur eines besonderen Lebensstils weltweit sichtbarer machen. Eine Fachgruppe der lokalen Kaffeehäuser hat sich vorgenommen, genau dafür eine groß angelegte Kommunikationsoffensive zu starten.


Für den „echten Altburger“ gibt es unzählige Gründe, ein Kaffeehaus aufzusuchen: um einen Mokka zu genießen, Zeitungen zu studieren, geschäftliche oder private Treffen zu führen, in Gedanken abzutauchen, Schach, Billard oder Karten zu spielen, ein Kapitel zu schreiben – kurz: um all die Dinge zu tun, die sonst selten so selbstverständlich Raum finden.


Die Fachgruppe der Altburger Kaffeehäuser will dieses städtische Alleinstellungsmerkmal in den Mittelpunkt rücken und damit den Bekanntheitsgrad Altburgs als Ort gelebter Gelassenheit im Ausland steigern. Zielgruppe sind ausdrücklich internationale Journalistinnen und Journalisten, die bei großen Ereignissen oft zu Tausenden in der Stadt weilen. Ihnen soll künftig – frisch aufgebrüht, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – die Bedeutung des Kaffeehauses in Altburg vermittelt werden. Die Kaffeehäuser werden so zum Treffpunkt der Weltpresse.


Nach Angaben des Pressedienstes der Handelsgilde geht die Grundidee auf den Altburger Kommunikationsstrategen Leander Falk zurück; aufgegriffen und vorangetrieben wurde sie vom heutigen Fachgruppenvorsitzenden Jakob Heiden und seinem Team. Das Konzept trägt den Titel „Altburg Aufgegossen“ und verspricht eine Reihe ungewöhnlicher Veranstaltungen.


Geplant sind Formate, die das Vielschichtige, Bunte und bisweilen Skurrile des Altburger Schalks mit der jungen Stadtszene verbinden. Vorsitzender Heiden rechnet damit, dass rund 150 internationale Medienvertreter zur ersten offiziellen Auftaktveranstaltung Ende des Monats im Café Lindenhof – das heuer zudem seinen 127. Geburtstag begeht – anreisen werden.


Bei einem typischen Altburger Buffet, vom Siedefleisch bis zu feinen Mehlspeisen, soll Gästen aus aller Welt vorgeführt werden, was ein Kaffeehaus alles zu bieten hat. Ergänzend sind thematische Kurzvorträge und musikalische Einlagen geplant – etwa ein Damenensemble mit einer „Altburger Melange“ aus Klassik und Salonmusik. Als Zugabe erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine dreisprachige Informationsbroschüre: Sie skizziert die Geschichte der Altburger Kaffeehäuser, präsentiert traditionelle Rezepte und versammelt eine Fülle wissenswerter Details.


So kann jede und jeder aus der Presse persönliche Eindrücke und Notizen mit belastbaren Informationen verbinden und ohne großen Aufwand einen fundierten Beitrag an die eigene Redaktion übermitteln – mit dem Ziel, den Ruf der Altburger Kaffeehäuser weltweit zu verbreiten und zu festigen, als einem der prägenden Sehenswürdigkeiten dieser Stadt.

Lustvolles Lernen im „Novum“​/ Vorbereitung mit B2 Telc. Deutsch

 Lustvolles Lernen im „Novum“​/ Vorbereitung mit B2 Telc. Deutsch

Lesen Sie zuerst den Artikel und lösen Sie dann die Aufgaben (1–5) zu dem Text. Entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist.

1. Der Schulforscher Prof. Dr. Martin Rolfart

 a) arbeitet seit 1992 dauerhaft in der Schweiz. 

b) hält das Schweizer Schulsystem für zweit- oder drittklassig. 

c) war vom Schweizer Modell zunächst nicht überzeugt.

2. Im Lerncampus "Novum" wird im Arbeitsgruppen. 

a) stets unter unmittelbarer Anleitung einer Lernperson gelernt.

b) mit Lernenden unterschiedlichen Alters gearbeitet.

c) immer zu festen Uhrzeiten gelernt.

3. "Novum" gilt als attraktiv, weil

a) die räumliche und technische Ausstattung  besonders hochwertig ist. 

b) die Schule auf einem Dorfplatz liegt

c) jeder Schülerin und jeder Schüler eine eigenen Schreibtisch mit Computer besitzt.

4. Die Schülerinnen und Schüler

a) besprechen ihre Lernschritte grundsätzlich täglich in Kleingruppen.

b) klären ihre Lernschritte ausschließlich mündlich mit Lehrpersonen. 

c) documentieren ihrer Lernschritte in einem persönlichen Lernjournal

5. Im "Novum"

a) gib erst einen standardisierte Abschlusstest nur in drei Fächern. 

b) besteht die gesamte Schule aus genau 160 Lernenden. 

c) lernen jüngere und ältere Jahrgänge gemeinsam in Lerngruppen.

Schule neu zu denken heißt, Zeit und Raum zu öffnen. Wo Lernende an Entscheidungen beteiligt sind, wachsen Verantwortung und Motivation – und daraus entsteht nachhaltiges Lernen.

Es handelte sich um eine Studienreise in ein Land, das oft für gemeinsames Lernen gelobt wird: Der Bund für Pädagogik und Zukunft (BPZ) lud Ende März 23 deutsche Bildungsforscherinnen, -forscher und Medienschaffende in die Schweiz ein – mit überraschend positiver Bilanz. Selbst ausgewiesene Skeptiker gerieten ins Nachdenken. „Was wir hier gesehen haben, bringt sogar eine erklärte Gegnerin dazu, ihre Haltung zu überdenken. Ich bin begeistert“, sagte eine Teilnehmerin.

Die Schweiz schneidet im internationalen Vergleich seit Jahren solide bis gut ab, obwohl dort ein Modell gepflegt wird, das manche hierzulande nur als zweite Wahl betrachten: Bis zur 7. Jahrgangsstufe gibt es keine Ziffernnoten, und bis zur 10. Klasse lernen alle gemeinsam.

Dass Etiketten wenig aussagen, zeigte sich einem der Gäste besonders deutlich: Schulentwicklungsforscher Prof. Dr. Martin Rolfart erinnerte sich an eine Reise vor über drei Jahrzehnten – damals habe die neue Schulform kaum spürbare Veränderungen im Unterricht bewirkt.

Diesmal staunte Rolfart: Er besuchte einen der modernsten Lerncampus des Landes, der selbstbewusst den Namen Novum trägt. Die Architektur erinnert eher an ein Ensemble aus Ateliers und Laboren als an ein klassisches Schulhaus: offene Bereiche für Teamarbeit, Rückzugszonen für individuelles Lernen, ein Lehrkräftebüro mit Arbeitsplatz und Computer für jede Pädagogin und jeden Pädagogen sowie professionelle Musik- und Medienstudios. Ein Guide führt durch einen runden, lichtdurchfluteten Bau, der an einen zentralen Platz erinnert. Die begleitende Lehrkraft erklärt: Hier entscheidet das Kind, was es lernt und wie es vorgeht. Aus der Gruppe kommt prompt: „So fühlt sich Unterricht von morgen an.“

Novum ist Teil eines umfassenden Umbaus: Im Bildungsverbund Limmatfeld, rund 40 Kilometer westlich von Aarenstein, wurden in den letzten Jahren alle Schulen neu gebaut oder grundlegend modernisiert. Die Region gilt als besonders dynamisch; man spricht von einem neuen Informationszeitalter. „Mit Novum beginnt auch ein neues Lernen“, sagt Tora Skjervik, Leiterin des regionalen Schulamts. „Das Besondere ist, dass Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrpersonen und Eltern von Beginn an alle Planungen selbst erarbeitet haben.“

Reformiert wurden nicht nur Lehrpläne und Methoden, sondern auch die Dimensionen von Raum und Zeit: weg von industrieller Taktung, hin zur Logik einer Wissensgesellschaft, beobachtet der Lehrer Hannes Ahlberg.

Konkret sieht das so aus: Auf etwa 1.850 Lernende kommen 128 Lehrkräfte (viele in Teilzeit). Gearbeitet wird in flexiblen Teams, die für jede Schülerin und jeden Schüler individuelle Lernwege entwickeln. Ein Cluster umfasst rund 160 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre und gliedert sich in drei „Stämme“: Jahrgänge 1–4, 5–7 und 8–10. „Je älter die Jugendlichen sind“, erklärt Ahlberg, „desto stärker mischen wir die Altersgruppen. In Physik sitzt dann etwa ein Achtklässler neben 15-Jährigen.“

Im technikgestützten Alltag führt jedes Kind ein persönliches Lernjournal. Darin werden Ziele, Vorgehen und Ergebnisse festgehalten – das Journal ersetzt den Stundenplan und wird zum individuellen Curriculum. Ob Mathematik am Mittwochmorgen oder am Donnerstagnachmittag stattfindet, entscheiden die Lernenden selbst; verbindlich sind wöchentliche Reflexionen sowie Beratungsgespräche mit Lehrpersonen. Am Ende der 10. Klasse prüfen externe Forschende die Resultate. „Schließlich“, erklärt die Leiterin einer unabhängigen Evaluationsgruppe, „will der Staat wissen, ob sich die hohen Millioneninvestitionen in das Schulsystem lohnen.“

Viele deutsche Gäste fühlten sich an das „Gemeinsame Lernen“ erinnert, wie es das neue Schulgesetz des Bundeslands Rhein-Westland vorsieht. „Nur wird es hier konsequent umgesetzt“, urteilt Dr. Adrian Schleißer, Direktor der Nationalen Bildungsagentur in Aarenstein. In Rhein-Westland gelinge das bislang nur eingeschränkt; dort müssten Lehrkräfte oft alleine kämpfen, während Kolleginnen und Kollegen in der Schweiz stärker durch Verwaltung und Politik unterstützt würden.

Das Fazit der Reise fiel unterschiedlich aus. „Man erkennt auch bei uns Spuren dieses Weges“, sagte eine Teilnehmerin, „aber wir klammern uns zu sehr an die Maxime, dass alle Kinder zur gleichen Zeit denselben Stoff lernen müssen. Hier gilt eine beweglichere Logik – und genau darin liegt die Chance.“

Gesellschaftliche Verantwortung- Vorbereitung mit B 2 Telc Deutsch

 Gesellschaftliche Verantwortung- Vorbereitung mit B 2 Telc Deutsch

Lesen Sie zuerst den Artikel und lösen Sie dann die Aufgaben (1–5) zu dem Text. Entscheiden Sie, welche Lösung (a, b oder c) richtig ist.

Nachhaltigkeit ist in Unternehmen kein Zusatzmodul mehr, sondern eine Frage der täglichen Praxis. Wirklich wirksam wird sie erst dann, wenn sie vom Vorstand bis zur Werkstatt gelebt und in Entscheidungen übersetzt wird.


In den letzten Jahren setzen immer mehr Unternehmen in Österreich auf gesellschaftliche Verantwortung – nicht mehr nur als Projekt, sondern als Bestandteil der Organisation. Holte man anfangs externe Expertinnen und Experten, entstehen nun vermehrt eigene Bereiche für Nachhaltigkeit. Ausgewählte Mitarbeitende durchlaufen mehrmonatige Qualifizierungen und übernehmen anschließend Verantwortung für konkrete Vorhaben; zugleich sollen sie ihr Wissen aktiv im Kollegium verbreiten. Weil diese Kursänderung nicht bloß eine Chefstrategie ist, sondern jede und jeder im Team eigenverantwortlich mitzieht, werden soziales Engagement, die Nutzung regionaler Ressourcen und ökologisches Denken systematisch in den Betriebsalltag integriert.


Besonders sichtbar wird der Wandel bei der Mobilität. Was früher oft ein schneller Flug war, wird heute durch Videokonferenzen ersetzt – und wenn Präsenz wirklich nötig ist, bevorzugen viele Firmen für überschaubare Distanzen die Bahn. Für den Arbeitsweg entstehen maßgeschneiderte Konzepte: digitale Mitfahrbörsen mit festen Zeitfenstern, Dienstfahrrad-Leasing und Zuschüsse zu Öffi-Tickets lenken Entscheidungen in Richtung umweltfreundlicher Optionen.


Mit dem technischen Fortschritt rückt das papierärmere Büro näher. Selbst Verträge lassen sich rechtsgültig elektronisch signieren. Gleichzeitig ist die Annahme falsch, E-Mails seien emissionsfrei: Server und Datenverkehr verursachen sehr wohl CO₂-Lasten. Daher greifen Teams in nachhaltigkeitsorientierten Betrieben häufiger zum Telefon oder gehen kurz nebenan, um Anliegen persönlich zu klären – oft schneller und ressourcenschonender.


Trotz der Digitalisierung zeigt sich beim Papierverbrauch in Österreich eine leichte Aufwärtstendenz. Derzeit liegt er in dieser Darstellung bei rund 210 Kilogramm pro Kopf und Jahr, was ökologisch bedenklich ist – bedenkt man, welche Rohstoff- und Energieeinsätze die Herstellung verlangt. Der wirksamste Hebel bleibt der Einsatz von Recyclingpapier. Das Sammeln funktioniert vergleichsweise gut: Eine Rücklaufquote von etwa 58 % zeigt, dass Bewusstsein vorhanden ist, aber weiterhin Potenzial besteht.


Das Nachhaltigkeitsprinzip lässt sich ohne Mühe auf den Einkauf von Büromaterial übertragen – ein Feld, das in vielen Häusern noch unterschätzt wird. Gerade bei Produkten im Dauereinsatz lohnt der Blick auf Materialien und Inhaltsstoffe. Wasserbasierte Tinten für Kugelschreiber, Textmarker oder Filzstifte belasten die Umwelt deutlich weniger; Gehäuse aus teilweise biologisch abbaubaren Werkstoffen reduzieren Abfallmengen. Zudem sind solche Artikel oft langlebiger als konventionelle – das relativiert das häufige Gegenargument höherer Anschaffungspreise.


Nachhaltigkeit ist jedoch mehr als Umwelt. Die soziale Dimension bleibt vielerorts untergewichtet, obwohl sie ökologisch und ökonomisch eng verknüpft ist. Spätestens wenn der Fachkräftemangel spürbar wird, rückt sie in den Fokus: faire Bezahlung, Chancengleichheit ohne Geschlechterdiskriminierung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, respektvoller Umgang und transparente Kommunikation. Unternehmen, die ihre Verantwortung ernst nehmen, verankern diese Prinzipien dauerhaft – nicht als Reaktion auf Engpässe, sondern als Teil ihrer Kultur.

1. Nachhaltigkeit im Unternehmen soll erreicht werden, indem.

a) der Austausch zur Thematik unter den Mitarbeitern gefordert wird. 

b) die Chefetage die Einhaltung gewisser Zielvorgaben anordnet. 

c) vermehrt externe Berater mit der Umsetzung beauftragt werden.

2. Im Bereich der nachhaltigen Mobilität 

a) fördern Betriebe die Bereitschaft zur gemeinsamen Nutzung von Privat-PKWs. 

b) haben Betriebe kaum Einfluss auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. 

c) machen zweckmäßige digitale Lösungen Dienstreisen komplett überflüssig.

3. Nachhaltige Büroartikel 

a) gehören schon lange auf die Bestellliste bewusst handelnder Betriebe. 

b) können einen Beitrag zum Erhalt der Mitarbeitergesundheit leisten. 

c) sind bei genauer Durchrechnung für die Betriebe zu kostenintensiv.

4. In Österreich 

a) ist für die industrielle Herstellung von Papier viel Energie erforderlich. 

b) lässt die Wiederverwertung von gebrauchtem Papier zu wünschen übrig. 

c) verzeichnet man seit einigen Jahren einen Rückgang des Papierbedarfs. 

5. Soziale Nachhaltigkeit

a) ist aufgrund ihrer Komplexität als eigene Disziplin zu betrachten. 

b) setzen sich Betriebe bei hohen Arbeitslosenzahlen zum Ziel. 

c) umfasst auch die Gleichbehandlung von Frauen und Männern