1.10
Mediennutzung im Alltag | Lesen B2 Goethe
In einem Forum wird diskutiert, was Menschen über tägliche Mediennutzung denken.
Welche Aussagen passen zu welchen der vier Personen? Eine Person kann mehrmals genannt werden.
a) Daniel
Meine Nutzung digitaler Medien beginnt direkt mit dem Klingeln des Weckers, wenn ich zuerst WhatsApp überprüfe. Auch wenn ich mir vorgenommen habe, das zu vermeiden, hat sich dieses Verhalten fest in meinen Alltag und den gesamten Tagesablauf integriert. Aktuelle Informationen beziehe ich fast ausschließlich aus dem Internet, vor allem während Zugfahrten oder beim Warten am Bahnhof.
Ich habe mehrere Nachrichtenportale abonniert, die ich sofort über meine Startseite aufrufe, sodass ich mich schnell und umfassend informieren kann. In Bezug auf Facebook bin ich eher zurückhaltend und halte nicht viel davon, was auf unbekannten Seiten veröffentlicht wird. Für das Fernsehen nehme ich mir kaum noch Zeit, was ich jedoch nicht schade finde, da insbesondere Privatsender mit Talkshows, Kochsendungen und Reality-Formaten meiner Meinung nach stark an Qualität verloren haben. Stattdessen telefoniere ich abends lieber über Skype mit guten Freunden, die im Ausland leben.
b) Renate
Nach dem Aufstehen freue ich mich zunächst auf meine Tasse Kaffee und die Tageszeitung, die bereits vor der Haustür liegt. Ich nehme mir gerne Zeit zum Lesen, denn Eile habe ich morgens nicht mehr. Häufig höre ich dabei leise Musik im Radio. Manchmal blättere ich auch in Zeitschriften, die ich regelmäßig von einer Nachbarin bekomme.
Bücher lese ich dagegen eher selten. Der Weg in die Bibliothek ist mir oft zu umständlich und anstrengend. Den Fernseher schalte ich erst nach den Abendnachrichten ein und lasse mich dann durch verschiedene Sendungen treiben, sofern mir etwas gefällt. Sonntags gehört für mich ein neuer „Tatort“-Krimi unbedingt dazu. Zu Weihnachten habe ich von meinen Kindern einen Computer bekommen, da ihnen wichtig war, mir zu zeigen, wie man mit moderner Technik umgeht. Gerne würde ich auch lernen, im Internet einzukaufen oder E-Mails zu schreiben.
c) Lena
Mein Medientag beginnt mit dem Radio. Direkt nach dem Aufstehen schalte ich meinen Lieblingssender ein, da ich Stimmen brauche, um richtig wach zu werden. Danach höre ich die ersten Nachrichten sowie den Wetterbericht, damit ich weiß, wie ich mich anziehen soll.
Zurzeit absolviere ich ein Praktikum und wohne bei meinen Eltern, sodass ich beim Frühstück einen Blick in die Tageszeitung werfen kann – fast wie früher. Mein Smartphone ist ständig griffbereit, und ich überprüfe regelmäßig neue Nachrichten, auch wenn das manchmal von der Arbeit ablenkt. Trotzdem halte ich mich nicht lange damit auf, denn die vielen Stunden, die ich bereits im Job verbringe, reichen mir. Kurz vor dem Einschlafen schaue ich allerdings unbedingt noch bei Instagram und Facebook vorbei, um nichts zu verpassen.
d) Thomas
Aufgrund meines stressigen Berufsalltags komme ich kaum dazu, aktuelle Zeitungen regelmäßig zu lesen. Nur wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, höre ich Nachrichten und natürlich auch Musik im Radio. Ich bin der Meinung, dass man sich gründlicher informieren sollte und früher häufiger eine Tageszeitung gelesen hat, da mir Online-Nachrichten oft zu oberflächlich erscheinen.
Das Internet nutze ich hauptsächlich für Messengerdienste wie WhatsApp oder Threema. Als Firmeninhaber bin ich dort selbstverständlich aktiv. Bei LinkedIn bin ich ebenfalls registriert, das gehört für mich dazu. Einen Facebook-Account habe ich zwar, nutze ihn aber kaum, da mir diese Plattform zu sehr auf Selbstdarstellung ausgerichtet ist und meine persönlichen Daten speichert. Abends schlafe ich vor dem Fernseher regelmäßig ein – es sei denn, es läuft ein besonders spannender Film.
Welche Person ist der Meinung, dass das heutige Fernsehprogramm deutlich an Niveau verloren hat?
a) Daniel
b) Renate
c) Lena
d) Thomas
Für wen spielt das Radio eine zentrale Rolle im Alltag?
a) Daniel
b) Renate
c) Lena
d) Thomas
Wer hält Online-Nachrichten für zu oberflächlich oder wenig aussagekräftig?
a) Daniel
b) Renate
c) Lena
d) Thomas
Welche Person würde sich wünschen, häufiger oder intensiver den Computer zu nutzen?
a) Daniel
b) Renate
c) Lena
d) Thomas
Wer verwendet soziale Netzwerke auch aus beruflichen Gründen?
a) Daniel
b) Renate
c) Lena
d) Thomas
Für welche Person ist Facebook keine besonders verlässliche oder vertrauenswürdige Plattform?
a) Daniel
b) Renate
c) Lena
d) Thomas
Welche Person schaut regelmäßig Fernsehsendungen, die sie besonders spannend findet?
a) Daniel
b) Renate
c) Lena
d) Thomas
Wer nimmt sich gerne viel Zeit, um die Tageszeitung gründlich zu lesen?
a) Daniel
b) Renate
c) Lena
d) Thomas
Welche Person empfindet die Nutzung des Smartphones als zeitraubend?
a) Daniel
b) Renate
c) Lena
d) Thomas
1.11.
Urlaub zwischen Erholung, Aktivität und Verantwortung
In einem Forum wird diskutiert, was Menschen über Urlaub und Reisen denken.
Welche Aussagen passen zu welchen der vier Personen? Eine Person kann mehrmals genannt werden.
6% (2 von 31 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
a) Lukas
Am liebsten verbringen wir unseren Urlaub am Meer, in einem schönen kleinen Ort an der Küste im Süden von Kreta. Seit vielen Jahren reisen wir ohne Reiseveranstalter dorthin und wohnen in einer einfachen Pension, die zwar keinen großen Luxus bietet, dafür aber alles, was man braucht. In unserem Zimmer gibt es einen Kühlschrank, man kann selbst kochen, und vor allem liegt das Haus direkt am Strand.
Dort genießen wir es, die Umgebung zu Fuß oder mit dem Rucksack zu erkunden. Viele Freunde und Bekannte können nicht verstehen, warum man im Urlaub immer wieder an denselben Ort fährt. Sie sind der Meinung, dass man auf Reisen jedes Mal etwas völlig Neues erleben sollte. Für uns bedeutet Urlaub jedoch, regelmäßig an einen vertrauten Ort zurückzukehren, neue Kraft zu sammeln und andere Menschen wiederzutreffen, die man im Laufe der Jahre kennengelernt hat. Wichtig ist uns außerdem, fernab vom Massentourismus Urlaub zu machen, auch wenn eine solche Reise manchmal teurer ist als ein klassischer Pauschalurlaub.
b) Maria
Für mich bedeutet Reisen vor allem, immer wieder neue Eindrücke zu sammeln. Früher war ich der typische Rucksacktourist und habe auf Luxus, Komfort und Geld kaum Wert gelegt, dafür aber viele Länder kennengelernt. Inzwischen bin ich verheiratet, habe zwei Kinder, und mein Leben hat sich stark verändert. Wenn wir heute als Familie verreisen möchten, müssen wir gezielt nach passenden Angeboten suchen, bei denen Flug, Unterkunft und Verpflegung im Preis enthalten sind.
Auch gewisse Annehmlichkeiten sind mir mittlerweile wichtig geworden. Früher hätte ich problemlos auf funktionierende Duschen verzichtet, heute kann ich mir das kaum noch vorstellen. Mit der Zeit habe ich gelernt, mich auf Pauschalreisen einzulassen. Trotzdem fühle ich mich im Hotel oder in einer Ferienanlage nicht eingeschränkt. Jede Art von Urlaub hat ihre Vor- und Nachteile, und man muss seinen eigenen Weg finden.
c) Daniel
Für mich wäre es kaum vorstellbar, immer wieder am gleichen Ort Urlaub zu machen. Ich brauche Abwechslung und möchte ständig Neues entdecken. Besonders reizvoll finde ich Angebote für Aktivurlaube. Für mich bedeutet Aktivurlaub zum Beispiel, mehr als zwei Stunden täglich Fahrrad zu fahren, auch wenn mir danach alles weh tut.
Im vergangenen Jahr habe ich an einem Kitesurfkurs teilgenommen, und dieses Jahr möchte ich vielleicht Paragliding oder Fallschirmspringen ausprobieren. Ich muss nicht weit reisen, denn auch in Deutschland gibt es viele spannende Möglichkeiten. Gerade weil es wichtig ist, die Natur und die Ressourcen unseres Planeten zu schützen, versuche ich, bewusster zu reisen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, in Zukunft weniger über den Anbieter „Andere reisen“ zu buchen und stattdessen mehr in Deutschland oder in Nachbarländern Urlaub zu machen. Außerdem hoffe ich, bald nicht mehr den ganzen Tag im Büro sitzen zu müssen.
d) Nina
Wie sollte man eigentlich Urlaub machen? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Es gibt kaum noch Orte, die nicht vom Massentourismus betroffen sind. Einerseits wird aus ökologischer Sicht häufig empfohlen, auf Flugreisen zu verzichten. Andererseits bedeutet Urlaub ohne Flugzeug oft Massentourismus, mit Pauschalreisen in überfüllte Hotels.
Ich habe selbst erlebt, wie unangenehm es sein kann, wenn sich Touristen morgens am Frühstücksbuffet darum streiten, wer den letzten Frühstücksplatz bekommt, oder wenn frühzeitig Handtücher auf Liegestühlen verteilt werden. Das heißt jedoch nicht, dass ich nie wieder verreisen möchte. Wenn es möglich ist, fahre ich mit der Bahn. Für mich ist im Urlaub vor allem wichtig, nicht ständig unterwegs zu sein, sondern Zeit für Freunde zu haben und gemeinsam zu entspannen.
Für welche Person steht beim Reisen nicht der konkrete Ort im Vordergrund?
a) Lukas
b) Maria
c) Daniel
d) Nina
Wer legt bei der Urlaubsplanung besonderen Wert auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte?
a) Lukas
b) Maria
c) Daniel
d) Nina
Welche Person kann heute praktisch nur noch Pauschalreisen in Betracht ziehen?
a) Lukas
b) Maria
c) Daniel
d) Nina
Wer sucht im Urlaub gezielt nach außergewöhnlichen oder besonders intensiven Erlebnissen?
a) Lukas
b) Maria
c) Daniel
d) Nina
Welche Person misst sportlichen Aktivitäten im Urlaub nur eine geringe Bedeutung bei?
a) Lukas
b) Maria
c) Daniel
d) Nina
Für wen spielen Bequemlichkeit und Ausstattung bei der Reise eine wichtige Rolle?
a) Lukas
b) Maria
c) Daniel
d) Nina
Wer findet es wichtig, Kontakte, die man im Ausland geknüpft hat, langfristig zu pflegen?
a) Lukas
b) Maria
c) Daniel
d) Nina
Welche Person hat negative Erfahrungen mit stark organisierten oder pauschalen Reisen gemacht?
a) Lukas
b) Maria
c) Daniel
d) Nina
Wer kann sich vorstellen, beruflich etwas mit dem Thema Reisen zu tun zu haben und damit Geld zu verdienen?
a) Lukas
b) Maria
c) Daniel
d) Nina