1.4
Täuschungsversuche bei Prüfungen | Lesen B2 Goethe
In einem Forum wird diskutiert, was junge Leute über Täuschungsversuche bei Klausuren oder Klassenarbeiten denken.
Welche Aussagen passen zu welchen der vier Personen? Eine Person kann mehrmals genannt werden.
a) Felix
Ich persönlich halte es nicht für besonders schlimm, während Klassenarbeiten kleine Notizzettel oder eigene Aufzeichnungen zu benutzen. Schließlich greift man auch im späteren Leben manchmal auf Hilfsmittel zurück. Wenn ich etwas nicht weiß oder unsicher bin, kann ich im Alltag schließlich ebenfalls im Internet nachschauen oder ein Buch zur Hand nehmen.
Früher musste man vieles auswendig lernen, denn wenn man etwas nicht wusste, hatte man keine Möglichkeit, schnell nachzuschlagen. Ganz anders sehe ich jedoch das Abschreiben bei anderen. Dabei verlässt man sich ausschließlich auf das Wissen anderer und täuscht bewusst. Man hat es nicht einmal selbst versucht, die Aufgabe zu lösen.
b) Sophie
Spicken ist auf der einen Seite extrem unfair gegenüber Mitschülerinnen und Mitschülern, die lange gelernt haben. Auf der anderen Seite kann man es manchmal kaum verhindern, dass jemand versucht, sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen – unabhängig davon, ob das fair ist oder nicht.
Grundsätzlich mindert Spicken jedoch die eigene Leistung, denn man sitzt in der Klassenarbeit oft völlig planlos da und bekommt leicht einen Blackout. Ich selbst fühle mich deutlich sicherer, wenn ich einen kleinen Spickzettel in der Tasche habe, selbst wenn ich ihn kaum benutze. Ähnlich wie bei einem Wörterbuch beruhigt es mich, jedes Wort notfalls nachschauen zu können, auch wenn ich es meist im Kopf habe.
Für mich kann ein Spickzettel in manchen Situationen sogar hilfreich sein. Der größte Vorteil besteht darin, dass man beim Erstellen gezwungen ist, den Stoff kurz und präzise zusammenzufassen. Dadurch merkt man sich viele Inhalte ganz automatisch.
c) Jonas
Möglicherweise sind Spickzettel für mich eher eine mentale Unterstützung als ein echter Täuschungsversuch. In diesem Zusammenhang halte ich sie noch für vertretbar. Werden sie jedoch eingesetzt, um fehlendes Wissen auszugleichen oder mangelnde Vorbereitung zu ersetzen, habe ich dafür keinerlei Verständnis.
Für mich bedeutet Spicken immer eine Form von Selbstbetrug. Entweder man beherrscht den Stoff, oder eben nicht – dann bekommt man auch die entsprechende Note. In meinem Umfeld gibt es viele Freunde, die mir Inhalte erklären können oder mit mir gemeinsam lernen. Was mich allerdings ärgert, ist, wenn jemand von mir abschreibt, während ich mir große Mühe gebe und mich selbst an meine Leistungsgrenzen bringe. Irgendwo muss es eine Grenze geben, selbst wenn der Abschreibende ein guter Freund ist.
d) Roman
Ich bin der Ansicht, dass es nahezu unmöglich ist, in allen Fächern so gut zu sein, dass man überall sehr gute Noten bekommt. Das gelingt immer nur wenigen, der Großteil der Schülerinnen und Schüler schafft das nicht. Ich selbst denke, dass es normal ist, bestimmte Fächer einfach nicht zu mögen.
Nehmen wir Französisch als Beispiel: Ich lerne diese Sprache seit zwei Jahren in der Schule, aber sie interessiert mich überhaupt nicht. Später möchte ich Informatik studieren, und dafür werde ich Französisch vermutlich nie brauchen. Momentan habe ich Englisch-, Mathematik- und auch Französischunterricht.
Warum sollte ich mir also große Mühe für ein Fach geben, das für meine Zukunft kaum Bedeutung hat? In Französisch benutze ich deshalb manchmal einen Spickzettel, um keine schlechte Note im Zeugnis zu bekommen. Wieso sollte ich mich selbst betrügen und so tun, als würde ich dieses Fach ernsthaft lernen wollen?
Welche Person möchte nicht, dass andere von ihrer eigenen Arbeit abschreiben?
a) Felix
b) Sophie
c) Jonas
d) Roman
Wer beschäftigt sich im Lernen ausschließlich mit Themen, die sie oder ihn wirklich interessieren?
a) Felix
b) Sophie
c) Jonas
d) Roman
Welche Person greift bei Verständnisschwierigkeiten auf Unterstützung durch Mitschülerinnen oder Mitschüler zurück?
a) Felix
b) Sophie
c) Jonas
d) Roman
Wer empfindet Spicken als unfair gegenüber denjenigen, die sich gründlich vorbereitet haben?
a) Felix
b) Sophie
c) Jonas
d) Roman
Welche Person hat keinerlei Verständnis für Menschen, die aus Bequemlichkeit oder mangelndem Einsatz spicken?
a) Felix
b) Sophie
c) Jonas
d) Roman
Für wen besteht ein deutlicher Unterschied zwischen dem Nutzen eines Spickzettels und dem Abschreiben bei anderen?
a) Felix
b) Sophie
c) Jonas
d) Roman
Wer ist der Meinung, dass es heutzutage nicht mehr notwendig ist, möglichst viele Informationen auswendig zu lernen?
a) Felix
b) Sophie
c) Jonas
d) Roman
Welche Person glaubt, dass man sich Lerninhalte besser merkt, wenn man Spickzettel selbst erstellt?
a) Felix
b) Sophie
c) Jonas
d) Roman
Für wen dient ein Spickzettel vor allem dazu, Nervosität und Prüfungsstress zu reduzieren?
a) Felix
b) Sophie
c) Jonas
d) Roman
1.5
Studienalltag, Erwartungen und Erfahrungen | Lesen B2 Goethe
In einem Forum wird diskutiert, was junge Leute über ihr Studium denken.
Welche Aussagen passen zu welchen der vier Personen? Eine Person kann mehrmals genannt werden.
14% (7 von 51 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
a) Lukas
Mit meinem Studienfach Chemietechnik bin ich rundum zufrieden. Besonders schätze ich die intensive Betreuung durch Professorinnen und Professoren sowie durch die Dozentinnen und Dozenten. Sie haben stets ein offenes Ohr für Studierende, und man fühlt sich hier nicht wie eine anonyme Matrikelnummer.
Unsere Fakultät ist in einem modernen Neubau untergebracht, und die Labore sind mit sehr aktueller technischer Ausstattung versehen. Das einzige größere Problem stellt für mich die Anwesenheitspflicht in den Laborpraktika dar. Fehlt man auch nur einmal, kann das Konsequenzen haben und im schlimmsten Fall dazu führen, dass das gesamte Semester nicht anerkannt wird.
Neben dem Studium gefällt mir besonders, dass das Studentenleben hier in Münster etwas ganz Besonderes ist. Die Atmosphäre ist sehr lebendig, überall trifft man Studierende. Außerdem gibt es unzählige Freizeitangebote und Orte, an denen man gemeinsam etwas unternehmen kann. Ich habe hier viele offene und interessante Menschen kennengelernt, wie ich es sonst nirgendwo erlebt habe.
b) Miriam
Mit den Inhalten und Lehrveranstaltungen meines Studiums der Medienwissenschaften bin ich insgesamt zufrieden. Bei einigen Vorlesungen habe ich jedoch den Eindruck, dass sie für das spätere Berufsleben wenig hilfreich sind. Etwa die Hälfte der Professorinnen und Professoren ist sehr engagiert, während die andere Hälfte leider das genaue Gegenteil zeigt.
Wir Studierenden müssen Fristen strikt einhalten, während Lehrende ihre Noten oft erst im darauffolgenden Semester bekannt geben. Leider ist es in meinem Studiengang notwendig, sehr viele Inhalte auswendig zu lernen, um die Prüfungen erfolgreich zu bestehen. Hinzu kommt ein starkes Multiple-Choice-System, das kaum tatsächliches Verständnis überprüft.
Teilweise erhält man dadurch schlechte Noten, obwohl man den Stoff eigentlich verstanden hat. Insgesamt würde ich mir deutlich mehr Praxisbezug wünschen. Trotzdem finde ich das Studium sehr interessant und freue mich deshalb schon jetzt auf das Praktikum bei einem Radiosender, das ich in der vorlesungsfreien Zeit machen werde.
c) Gregor
Ich studiere seit zwei Semestern Philosophie an der Freien Universität Berlin. In meinem Fach habe ich große Freiheit und kann genau die Inhalte wählen, die mich wirklich interessieren. Zusätzlich arbeite ich an zwei Nachmittagen pro Woche in einer Buchhandlung, um mir etwas Geld dazuzuverdienen.
Der Lernaufwand an der Universität ist allerdings sehr hoch. Die Stundenpläne sind dicht gefüllt, und auch der Arbeitsaufwand außerhalb der Veranstaltungen ist entsprechend groß. Ausgehen und Feiern ist daher höchstens am Wochenende möglich.
Man hört zwar oft, dass das Studentenleben besonders entspannt sei, doch das trifft nicht immer zu. Ein großes Problem für Studierende ist außerdem die Wohnsituation. Bezahlbare Wohnungen sind kaum zu finden, und wenn doch einmal etwas auf den Markt kommt, sind die Wartelisten extrem lang. Als Studierender hat man daher nur geringe Chancen und erhält häufig eine Absage vom Vermieter.
d) Anna
Am meisten freue ich mich darüber, dass die Studiengebühren wieder abgeschafft wurden und meine Eltern dadurch finanziell entlastet sind. Ich wohne weiterhin bei ihnen zu Hause und studiere Human- und Molekularbiologie an der Universität Saarbrücken, die sich in meinem Heimatort befindet und einen sehr guten Ruf genießt.
Allerdings spielte bei der Wahl meines Studienortes nicht die Universität selbst die entscheidende Rolle. Bei meiner Bewerbung habe ich vor allem darauf geachtet, möglichst in der Nähe meiner Familie zu bleiben und nicht auf einen Hochschulranglistenplatz.
Da die Universität relativ klein ist, kennt man sich hier schnell untereinander. Bisher hatte ich jedoch häufig das Problem, in Vorlesungen keinen Sitzplatz mehr zu bekommen. In vielen Veranstaltungen sitzen Studierende nicht nur im Hörsaal, sondern auch draußen vor der Tür. Unter solchen Bedingungen frage ich mich manchmal, wie man effektiv lernen und dem Studium gerecht werden soll.
Welche Person ist darauf angewiesen, neben dem Studium zu arbeiten, um sich finanziell abzusichern?
a) Lukas
b) Miriam
c) Gregor
d) Anna
Wer wünscht sich ein anderes oder gerechteres Bewertungssystem für Prüfungen und Leistungen?
a) Lukas
b) Miriam
c) Gregor
d) Anna
Welche Person zeigt sich besonders zufrieden mit der Betreuung und dem Engagement der Lehrenden?
a) Lukas
b) Miriam
c) Gregor
d) Anna
Wer würde sich wünschen, neben dem Studium häufiger Zeit für Freizeitaktivitäten oder Feiern zu haben?
a) Lukas
b) Miriam
c) Gregor
d) Anna
Für wen ist die allgemeine Studien- und Lernatmosphäre an der Hochschule besonders positiv?
a) Lukas
b) Miriam
c) Gregor
d) Anna
Welche Person hätte gern mehr Freiheit hinsichtlich der Teilnahme an Lehrveranstaltungen?
a) Lukas
b) Miriam
c) Gregor
d) Anna
Wer empfindet sein Studium als besonders zeitaufwendig und arbeitsintensiv?
a) Lukas
b) Miriam
c) Gregor
d) Anna
Für welche Person war die räumliche Nähe der Universität bei der Studienentscheidung entscheidend?
a) Lukas
b) Miriam
c) Gregor
d) Anna
Welche Person findet, dass viele Inhalte ihres Studiums zu wenig praxisnah sind?
a) Lukas
b) Miriam
c) Gregor
d) Anna
1.6.
Piercings – Erfahrungen, Risiken und persönliche Entscheidungen
In einem Forum wird diskutiert, was Menschen über das Piercing denken.
Welche Aussagen passen zu welchen der vier Personen? Eine Person kann mehrmals genannt werden.
6% (3 von 47 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
a) Laura
Mit 16 Jahren habe ich mir ein Nasenpiercing machen lassen, weil ich das damals besonders angesagt fand. Seitdem sind einige Jahre vergangen, und inzwischen bin ich 27 Jahre alt, das Piercing trage ich aber immer noch. Ganz so harmlos ist das Thema jedoch nicht. Man sollte auf jeden Fall bestimmte Dinge beachten.
An erster Stelle steht die Hygiene. Wird unsauber gearbeitet, kann ein Piercing ernsthafte gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Außerdem sollte man sich ausschließlich von gut ausgebildeten und geprüften Piercern behandeln lassen. Was viele Jugendliche nicht wissen: Unter 18 Jahren ist das Einverständnis der Eltern erforderlich. Als ich mein Piercing bekam, hat danach niemand gefragt, was im Nachhinein unverantwortlich war.
Kurz nach dem Stechen bin ich in den Urlaub gefahren, was sich als ungünstig herausgestellt hat, denn auf Baden und Sonnen musste ich eine Zeit lang verzichten. Zum Glück kann ich sagen, dass sich die frische Wunde nicht entzündet hat.
b) Sebastian
Über viele Jahrzehnte hinweg galten Ohrringe hauptsächlich bei Frauen als akzeptiert. In den 1980er-Jahren wurden Piercings dann vor allem als Zeichen des Protests in bestimmten Subkulturen populär. Gruppen wie Punks wollten sich bewusst vom Mainstream abgrenzen und entwickelten eine eigene Gegenkultur.
Als Erkennungszeichen diente dabei häufig die durch eine Sicherheitsnadel gestochenen Hautstellen. Heute haben Piercings diese Bedeutung längst verloren und sind Teil der Alltagskultur geworden. Ich selbst habe mir ein Helix-Piercing stechen lassen, was ehrlich gesagt ziemlich schmerzhaft war. Der Schmerz hielt jedoch nur sehr kurz an.
Wichtig war vor allem, in den ersten Wochen besonders auf Sauberkeit zu achten, um Entzündungen zu vermeiden – etwas, das bei vielen meiner Bekannten leider vorgekommen ist. Auch langfristig ist Vorsicht nötig, besonders beim Schlafen auf der Seite, auf der sich das Piercing befindet. Trotzdem hat sich das Ganze für mich letztlich gelohnt.
c) Natalie
Seit zwei Wochen trage ich ein Piercing an der Unterlippe. Eigentlich hatte ich ursprünglich ein Zungenpiercing im Sinn. Wenn man jedoch genauer darüber nachdenkt, ist ein Lippenpiercing letztlich die bessere Wahl. In den ersten Tagen tat es deutlich weh, vor allem wenn ich die Stelle gereinigt habe.
Inzwischen sind die Beschwerden jedoch fast vollständig verschwunden, und nur in bestimmten Situationen, etwa bei Kälte, spüre ich noch ein unangenehmes Gefühl. Manchmal kommt es mir dann so vor, als wäre meine Unterlippe leicht taub. Alles, was ich vorher im Internet über starke Schmerzen gelesen hatte, stellte sich als stark übertrieben heraus.
Der Heilungsprozess lässt sich mit einer Impfung vergleichen, da die Wunde deutlich schneller verheilt als erwartet. Besonders wichtig sind dabei die Erfahrung des Piercers sowie die hygienischen Bedingungen. Mit dem Schmuckwechsel werde ich allerdings noch etwas warten, da ich kein Risiko für eine Infektion eingehen möchte.
d) Daniel
Ich habe mich bewusst gegen ein Piercing entschieden, da ich große Angst vor möglichen Komplikationen habe. Dazu zählen Unverträglichkeiten, allergische Reaktionen auf Materialien oder Medikamente sowie gesundheitliche Risiken. Außerdem habe ich mich intensiv mit Traditioneller Chinesischer Medizin beschäftigt.
Nach dieser Lehre verlaufen sogenannte Energiebahnen, die Meridiane, durch den menschlichen Körper. Diese Bahnen liegen oft direkt unter der Haut und können beim Stechen eines Piercings verletzt werden. Dadurch kann der Energiefluss gestört werden, was laut dieser Theorie gesundheitliche Probleme nach sich zieht.
Je nach Art des Piercings können außerdem Schwellungen, Blutungen, Nervenschäden, Muskelprobleme oder Infektionen auftreten. Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass der Beruf des Piercers nicht staatlich anerkannt ist. Zwar lernen viele Piercer ihr Handwerk durch Zuschauen oder mithilfe von Lehrvideos, doch eine standardisierte Ausbildung gibt es nicht. Dieses Risiko möchte ich persönlich nicht eingehen.
Welche Person hat Angst vor möglichen gesundheitlichen Folgen eines Piercings?
a) Laura
b) Sebastian
c) Natalie
d) Daniel
Für wen sind kalte Temperaturen im Zusammenhang mit dem Piercing unangenehm?
a) Laura
b) Sebastian
c) Natalie
d) Daniel
Welche Person wollte ursprünglich ein Piercing an einer besonders gut sichtbaren Stelle?
a) Laura
b) Sebastian
c) Natalie
d) Daniel
Wer trägt ein Piercing im Ohrbereich?
a) Laura
b) Sebastian
c) Natalie
d) Daniel
Welche Person beschäftigt sich mit alternativen medizinischen oder ganzheitlichen Heilansätzen?
a) Laura
b) Sebastian
c) Natalie
d) Daniel
Wer hatte vor dem Stechen mit stärkeren Schmerzen gerechnet als tatsächlich auftraten?
a) Laura
b) Sebastian
c) Natalie
d) Daniel
Bei welcher Person war das Verhalten nach dem Piercing im Nachhinein nicht richtig oder unüberlegt?
a) Laura
b) Sebastian
c) Natalie
d) Daniel
Wem bereitete das Reinigen der frischen Wunde Schmerzen?
a) Laura
b) Sebastian
c) Natalie
d) Daniel
Welche Person hatte nachts Probleme oder Beschwerden wegen des Piercings?
a) Laura
b) Sebastian
c) Natalie
d) Daniel
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