3.16.
Essen im Alltag: Genuss, Gewohnheit oder Nebensache?
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In Buchhandlungen füllen Kochbücher ganze Regale, im Fernsehen laufen Kochsendungen, und online findet man unzählige Anleitungen für jedes erdenkliche Gericht. Dennoch stellt sich die Frage, welchen Stellenwert das Essen im Alltag der Menschen tatsächlich hat. Ernährung spielt für viele Erwachsene keine zentrale Rolle mehr. Eine aktuelle Befragung zeigt, dass nur etwa jeder zweite Mensch dem Thema Essen große Bedeutung beimisst. Besonders häufig wird angegeben, dass Mahlzeiten im täglichen Leben eher nebensächlich sind. Eine Ernährungsexpertin einer großen Gesundheitsorganisation warnt: Fehlende Aufmerksamkeit beim Essen könne langfristig negative Folgen für die Gesundheit haben.
Bei rund einem Drittel der Befragten läuft während der Mahlzeiten ein Bildschirm – sei es der Fernseher, ein Laptop oder das Smartphone. Vor allem jüngere Erwachsene essen häufig nebenbei, während sie Nachrichten lesen oder chatten. Für viele Singles und Menschen unter 30 ist das Essen keine bewusste Pause, sondern eine Begleitbeschäftigung.
Auch in den Haushalten wird weniger gekocht als früher. Nur etwa die Hälfte der Familien bereitet täglich eine warme Mahlzeit zu. In vielen Haushalten wird lediglich mehrmals pro Woche selbst gekocht. Stattdessen greifen viele auf fertige Produkte zurück. Ein Großteil der Bevölkerung isst regelmäßig vorgekochte Speisen, die lediglich noch aufgewärmt werden müssen.
Für die Mehrheit zählt beim Essen vor allem eines: der Geschmack. Deutlich weniger, etwa 30%, Menschen legen Wert darauf, dass die Mahlzeiten gesund sind. Als größte Hindernisse für eine ausgewogene Ernährung nennen viele Zeitmangel und fehlende Ruhe. Zudem geben zahlreiche Befragte an, ihre bisherigen Essgewohnheiten nicht verändern zu wollen.
Besonders im Berufsleben fällt es vielen schwer, auf gutes Essen zu achten. In Betriebskantinen wird gesunde Ernährung oft erschwert, da das Angebot überwiegend aus stark fetthaltigen Speisen besteht. Viele Beschäftigte berichten, dass sie während der Arbeit kaum Gelegenheit haben, sich vernünftig zu ernähren. Als Hauptgründe werden der Zeitdruck und die eingeschränkte Auswahl genannt.
Zwar würden viele Arbeitnehmer ihre Pausen gern in Ruhe zum Essen nutzen, doch in der Realität werden diese häufig für Besprechungen oder Telefonate verwendet. Dadurch bleibt nur wenig Zeit für eine Mahlzeit. Viele Berufstätige essen tagsüber nur wenig und holen dies abends mit besonders reichhaltigem Essen nach.
Etwa die Hälfte der Bevölkerung …
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Aufgabe 1
Etwa die Hälfte der Bevölkerung …
Richtige Antwort: ✅ misst der täglichen Ernährung wenig Bedeutung bei.
Erklärung: Im Text wird erklärt, dass nur etwa jeder zweite Mensch dem Thema Essen große Bedeutung beimisst. Daraus folgt, dass für die andere Hälfte Ernährung im Alltag eher nebensächlich ist.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ ist überzeugt, dass richtige Ernährung Krankheiten verhindert – Eine solche Überzeugung wird im Text nicht erwähnt.
❌ weiß nicht, woran man gutes Essen erkennt – Es geht um den Stellenwert von Essen, nicht um fehlendes Wissen.
a) misst der täglichen Ernährung wenig Bedeutung bei. b) ist überzeugt, dass richtige Ernährung Krankheiten verhindert. c) weiß nicht, woran man gutes Essen erkennt.
Bei vielen jungen Erwachsenen ist …
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Aufgabe 2
Bei vielen jungen Erwachsenen ist …
Richtige Antwort: ✅ Essen mit Mediennutzung verbunden.
Erklärung: Im Text steht, dass vor allem jüngere Erwachsene häufig nebenbei essen, während sie Nachrichten lesen, chatten oder einen Bildschirm eingeschaltet haben.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ Fast Food das Lieblingsessen – Fast Food wird nicht ausdrücklich als Lieblingsessen genannt.
❌ die Arbeit wichtiger als jede Mahlzeit – Zwar wird Essen oft nebenbei erledigt, aber ein direkter Vergleich mit Arbeit wird nicht gemacht.
a) Fast Food das Lieblingsessen. b) die Arbeit wichtiger als jede Mahlzeit. c) Essen mit Mediennutzung verbunden.
Rund 50 % der Haushalte …
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Aufgabe 3
Rund 50 % der Haushalte …
Richtige Antwort: ✅ kochen täglich selbst.
Erklärung: Der Text sagt, dass nur etwa die Hälfte der Familien täglich eine warme Mahlzeit selbst zubereitet. Das entspricht rund 50 % der Haushalte.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ verwenden häufig die Mikrowelle – Zwar werden Fertigprodukte erwähnt, aber nicht speziell die Mikrowelle.
❌ bevorzugen Fertiggerichte – Viele greifen darauf zurück, aber nicht ausdrücklich 50 %.
a) verwenden häufig die Mikrowelle. b) kochen täglich selbst. c) bevorzugen Fertiggerichte.
Für ungefähr ein Drittel der Menschen ist wichtig, dass …
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Aufgabe 4
Für ungefähr ein Drittel der Menschen ist wichtig, dass …
Richtige Antwort: ✅ die Mahlzeiten gesund sind.
Erklärung: Im Text heißt es, dass für die Mehrheit der Geschmack am wichtigsten ist und deutlich weniger Menschen, und zwar 30%, Wert auf gesunde Mahlzeiten legen. Diese Gruppe wird ungefähr mit einem Drittel beschrieben.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ das Essen gut schmeckt – Das ist für die Mehrheit wichtig, nicht nur für ein Drittel.
❌ sie ohne Zeitdruck essen können – Zeitmangel wird als Problem genannt, nicht als Priorität eines bestimmten Anteils.
a) das Essen gut schmeckt. b) die Mahlzeiten gesund sind. c) sie ohne Zeitdruck essen können.
Viele Berufstätige kritisieren, dass …
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Aufgabe 5
Viele Berufstätige kritisieren, dass …
Richtige Antwort: ✅ in Kantinen kaum fettarm gekocht wird.
Erklärung: Im Text steht, dass das Angebot in Betriebskantinen überwiegend aus stark fetthaltigen Speisen besteht und gesunde Ernährung dadurch erschwert wird.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ das Kantinenangebot wenig abwechslungsreich ist – Von mangelnder Abwechslung ist nicht die Rede.
❌ das Essen in der Kantine schlecht schmeckt – Geschmack wird hier nicht kritisiert.
a) das Kantinenangebot wenig abwechslungsreich ist. b) das Essen in der Kantine schlecht schmeckt. c) in Kantinen kaum fettarm gekocht wird.
Im Arbeitsalltag wird gesunde Ernährung erschwert, wenn …
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Aufgabe 6
Im Arbeitsalltag wird gesunde Ernährung erschwert, wenn …
Richtige Antwort: ✅ Pausen für andere Aufgaben genutzt werden.
Erklärung: Der Text erklärt, dass Pausen häufig für Besprechungen oder Telefonate verwendet werden. Dadurch bleibt wenig Zeit für eine Mahlzeit, was gesunde Ernährung erschwert.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ beim Mittagessen viel gesprochen wird – Gespräche werden nicht als Problem genannt.
❌ mittags warme Speisen gegessen werden – Warme Mahlzeiten werden nicht als Hindernis dargestellt.
a) beim Mittagessen viel gesprochen wird. b) Pausen für andere Aufgaben genutzt werden. c) mittags warme Speisen gegessen werden.
3.17.
Gesundheitsinformationen im Internet: Hilfe oder Risiko?
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17% (3 von 18 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Wer krank ist, meidet oft überfüllte Arztpraxen. Enge Räume, viele andere Patientinnen und Patienten und schlechte Luft erhöhen die Sorge, sich zusätzlich anzustecken. Stattdessen greifen manche Menschen zunächst zum Smartphone oder Laptop und versuchen, ihre Beschwerden selbst zu erklären. Digitale Gesundheitsportale liefern rasch Informationen – übernehmen jedoch keine Verantwortung für deren Richtigkeit.
Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung medizinische Fragen im Internet recherchiert. Innerhalb Europas gibt es nur wenige Länder, in denen dieses Verhalten noch verbreiteter ist. Besonders häufig werden Erkrankungen gesucht, die viele Menschen betreffen, etwa Stoffwechselkrankheiten. Auch Beschwerden, über die man sich schämt oder nur ungern spricht, werden online oft intensiver recherchiert als im direkten Gespräch mit medizinischem Fachpersonal.
Mit der zunehmenden Nutzung solcher Angebote wächst jedoch die Unsicherheit darüber, welchen Nutzen diese Informationen tatsächlich haben. Fachleute aus Gesundheitswesen und Politik stellen infrage, ob Online-Recherche eher hilft – oder ob sie Ängste verstärkt und Symptome bedrohlicher erscheinen lässt, als sie tatsächlich sind.
Ein zentrales Problem liegt in der stark schwankenden Qualität der Inhalte. Neben sachlich korrekten Informationen finden sich zahlreiche widersprüchliche oder schlicht falsche Aussagen. Manche Webseiten arbeiten gezielt mit emotionalen Darstellungen, um alternative Heilmethoden, Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Wer auf auffällige Überschriften klickt, gelangt häufig auf Seiten kommerzieller Anbieter, von Medienunternehmen oder Organisationen mit eigenen wirtschaftlichen Interessen.
Dass sich Patientinnen und Patienten informieren, lehnt die organisierte Ärzteschaft grundsätzlich nicht ab. Entscheidend sei jedoch, wie und wann diese Informationen genutzt werden, erklärt Dr. Anna Müller vom Zentrum für Patienteninformation und Gesundheitskompetenz. Problematisch werde es, wenn Menschen bereits mit einer festen Eigendiagnose in die Praxis kommen. Sinnvoller sei es, verständliche Informationen zu nutzen, um sich gezielt auf das Arztgespräch vorzubereiten. Ziel sei nicht, medizinisches Fachwissen zu ersetzen, sondern Fragen besser formulieren zu können.
Wer Inhalte unkritisch übernimmt, läuft Gefahr, statt Orientierung zusätzliche Verunsicherung zu erleben. Übertriebene Heilungsversprechen oder pauschale Empfehlungen seien keine Seltenheit. Zwar könne der anonyme Austausch mit anderen Betroffenen hilfreich sein, doch lasse sich kaum überprüfen, wie zuverlässig deren Aussagen sind oder welche Motive dahinterstehen.
Besonders heikel wird es, wenn Nutzerinnen und Nutzer in Onlineforen persönliche Angaben machen. Nicht selten werden dort E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder detaillierte Krankheitsverläufe abgefragt. Viele berichten zudem, dass sie nach solchen Recherchen verstärkt Werbung aus dem Gesundheitsbereich erhalten – ein Hinweis darauf, dass persönliche Daten weiterverwendet werden.
Besonders häufig wird im Internet nach Krankheiten gesucht, …
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Aufgabe 1
Besonders häufig wird im Internet nach Krankheiten gesucht, …
Richtige Antwort: ✅ über die Betroffene ungern sprechen.
Erklärung: Im Text wird erklärt, dass vor allem Beschwerden, über die man sich schämt oder nur ungern spricht, häufiger online recherchiert werden als im direkten Gespräch mit medizinischem Fachpersonal.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ die medizinisches Personal stark beanspruchen – Dieser Aspekt wird im Text nicht erwähnt.
❌ die als besonders schmerzhaft gelten – Schmerz wird nicht als Kriterium für häufige Online-Recherchen genannt.
a) die medizinisches Personal stark beanspruchen. b) die als besonders schmerzhaft gelten. c) über die Betroffene ungern sprechen.
Viele Fachleute bezweifeln, dass …
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Aufgabe 2
Viele Fachleute bezweifeln, dass …
Richtige Antwort: ✅ Online-Recherchen immer hilfreiche Unterstützung bieten.
Erklärung: Fachleute aus Gesundheitswesen und Politik stellen infrage, ob die Recherche im Internet tatsächlich hilft oder ob sie Ängste verstärkt und Symptome schlimmer erscheinen lässt, als sie sind.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ die geschilderten Beschwerden zutreffend sind – Die Zweifel beziehen sich auf den Nutzen der Informationen, nicht auf die Echtheit der Beschwerden.
❌ sich der Gesundheitszustand der Erkrankten verbessert – Eine direkte Verbesserung des Gesundheitszustands wird nicht thematisiert.
a) Online-Recherchen immer hilfreiche Unterstützung bieten. b) die geschilderten Beschwerden zutreffend sind. c) sich der Gesundheitszustand der Erkrankten verbessert.
Worin liegt das Hauptproblem vieler Gesundheitsangebote im Netz?
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Aufgabe 3
Worin liegt das Hauptproblem vieler Gesundheitsangebote im Netz?
Richtige Antwort: ✅ Es gibt zahlreiche fehlerhafte Aussagen.
Erklärung: Im Text wird betont, dass die Qualität der Inhalte stark schwankt und neben korrekten Informationen viele widersprüchliche oder schlicht falsche Aussagen zu finden sind.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ Das Informationsangebot ist zu umfangreich – Eine zu große Menge an Informationen wird nicht als Hauptproblem genannt.
❌ Viele Inhalte bleiben oberflächlich – Oberflächlichkeit wird nicht thematisiert; entscheidend ist die inhaltliche Unzuverlässigkeit.
a) Das Informationsangebot ist zu umfangreich. b) Es gibt zahlreiche fehlerhafte Aussagen. c) Viele Inhalte bleiben oberflächlich.
Nach Ansicht von Dr. Anna Müller sollten Patientinnen und Patienten das Internet nutzen, um …
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Aufgabe 4
Nach Ansicht von Dr. Anna Müller sollten Patientinnen und Patienten das Internet nutzen, um …
Richtige Antwort: ✅ sich gezielt auf ein Arztgespräch vorzubereiten.
Erklärung: Dr. Anna Müller erklärt, dass Online-Informationen sinnvoll genutzt werden können, um sich auf das Arztgespräch vorzubereiten und gezieltere Fragen zu stellen – nicht, um eine eigene Diagnose zu ersetzen.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ medizinische Fachliteratur zu studieren – Davon ist im Text keine Rede.
❌ erst nach einem Arztbesuch weitere Informationen zu sammeln – Diese zeitliche Reihenfolge wird nicht empfohlen.
a) sich gezielt auf ein Arztgespräch vorzubereiten. b) medizinische Fachliteratur zu studieren. c) erst nach einem Arztbesuch weitere Informationen zu sammeln.
Wovor wird besonders gewarnt?
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Aufgabe 5
Wovor wird besonders gewarnt?
Richtige Antwort: ✅ Vor unrealistischen Heilungsversprechen im Netz.
Erklärung: Im Text wird ausdrücklich vor übertriebenen Heilungsversprechen und pauschalen Empfehlungen gewarnt, die bei unkritischer Nutzung zu Verunsicherung führen können.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ Vor Anleitungen zur Selbstbehandlung – Selbstbehandlung wird nicht konkret thematisiert.
❌ Vor anonymem Erfahrungsaustausch – Der Austausch wird als potenziell hilfreich beschrieben, auch wenn seine Zuverlässigkeit schwer überprüfbar ist.
a) Vor unrealistischen Heilungsversprechen im Netz. b) Vor Anleitungen zur Selbstbehandlung. c) Vor anonymem Erfahrungsaustausch.
In Internetforen ist Vorsicht geboten, wenn Ratsuchende …
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Aufgabe 6
In Internetforen ist Vorsicht geboten, wenn Ratsuchende …
Richtige Antwort: ✅ persönliche Daten weitergeben.
Erklärung: Der Text warnt ausdrücklich davor, in Onlineforen persönliche Angaben wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder detaillierte Krankheitsverläufe preiszugeben, da diese Daten weiterverwendet werden können.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ ihre Symptome schildern – Das Beschreiben von Symptomen wird nicht als Hauptproblem dargestellt.
❌ Werbung aus dem Gesundheitsbereich anklicken – Werbung wird als Folge erwähnt, nicht als der zentrale Risikofaktor.
a) ihre Symptome schildern. b) persönliche Daten weitergeben. c) Werbung aus dem Gesundheitsbereich anklicken.
3.18.
Ein Wrack in der Tiefe: Wie ein altes U-Boot neue Erkenntnisse liefert
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Während des Zweiten Weltkriegs ging in der Nähe einer Inselgruppe im Atlantik ein deutsches Unterseeboot unter. Jahrzehnte später wurde das Wrack entdeckt – ein Fund, der für die Meeresforschung von großem Wert sein könnte.
Der Untergang des U-Bootes mit der Kennung UB-581, das vor rund 75 Jahren versenkt wurde, ist historisch gut belegt. In der Nacht zum 2. Februar 1942 sollte das Boot ein feindliches Schiff angreifen, als es selbst von einer Wasserbombe eines britischen Zerstörers getroffen wurde. Um zu verhindern, dass das U-Boot in gegnerische Hände fiel, ordnete der Kommandant an, es selbst zu versenken. Dabei kamen vier Besatzungsmitglieder ums Leben, während 41 Seeleute in britische Kriegsgefangenschaft gerieten. Ein Offizier konnte sich schwimmend retten und erreichte nach mehreren Stunden das Festland. Wo genau das Boot schließlich sank, blieb jedoch lange ungeklärt.
Joachim Jakobsen und seine Ehefrau Kirsten leben seit über 15 Jahren auf den Azoren und beschäftigen sich intensiv mit Filmen der Unterwasserwelt. Die ungefähre Position mehrerer gesunkener U-Boote war ihnen bekannt, doch erst mit der Entwicklung eines neuen Tauchboots – der „Aqua 1000“, das bis in Tiefen von 1.000 Metern vordringen kann – wurde eine gezielte Suche möglich. Im Frühjahr 2016 begannen sie, ein etwa 100 Quadratkilometer großes Gebiet systematisch zu untersuchen. Ziel war es, das Wrack von UB-581 im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts zur Erforschung von Tiefwasserkorallen zu lokalisieren.
Am 13. September desselben Jahres tauchten die Jakobsens rund 40 Minuten lang in die Tiefe, bis sie den Lichtkegel ihres Tauchboots auf dem Meeresboden ausrichten konnten. Eine 14 Zentimeter starke Plexiglasscheibe schützt die Insassen dabei vor dem enormen Wasserdruck. In fast 900 Metern Tiefe wirkt eine Kraft, die dem Gewicht von etwa 100 Lastwagen entspricht. Zunächst sahen sie lediglich vereinzelte Fische, doch plötzlich erschien auf dem Sonar ein längliches Objekt. „Das kann nicht sein“, dachte Jakobsen zunächst. Erst als die Konturen eindeutig wurden, begriffen sie, was sie entdeckt hatten. Das Wrack lag in 870 Metern Tiefe, in zwei Teile zerbrochen. „Das war ein überwältigender Moment“, berichtet Jakobsen. Besonders beeindruckend sei gewesen zu sehen, wie stark das Boot inzwischen von Leben überzogen sei.
Für Meeresbiologen ist dieser Fund von besonderer Bedeutung. Nach Einschätzung von Jakobsen hat sich das Wrack im Laufe der Jahrzehnte zu einem künstlichen Riff entwickelt, das wertvolle Hinweise auf das Wachstum von Kaltwasserkorallen liefert.
Für das Forscherpaar markierte die Entdeckung den Beginn eines umfangreichen Projekts. Sie fertigten Videoaufnahmen des mit Korallen bewachsenen Wracks an und begannen mit einer detaillierten Dokumentation. Geplant ist die Erstellung eines dreidimensionalen Fotomosaiks des U-Boots und der umliegenden Tierwelt. Dafür sind mehrere hundert, möglicherweise sogar tausende Einzelaufnahmen erforderlich. „Das ist eine enorme Menge Arbeit“, sagt Kirsten Jakobsen.
Von der Besatzung des U-Boots …
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Aufgabe 1
Von der Besatzung des U-Boots …
Richtige Antwort: ✅ konnten die meisten gerettet werden.
Erklärung: Im Text steht, dass bei der Selbstversenkung vier Besatzungsmitglieder ums Leben kamen, während 41 Seeleute in britische Kriegsgefangenschaft gerieten und ein Offizier sich schwimmend retten konnte. Damit überlebte der Großteil der Besatzung.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ überlebten lediglich vier Personen – Vier Personen starben, sie waren nicht die einzigen Überlebenden.
❌ wurden vier Seeleute gefangen genommen – In Gefangenschaft gerieten 41 Seeleute, nicht vier.
a) überlebten lediglich vier Personen. b) wurden vier Seeleute gefangen genommen. c) konnten die meisten gerettet werden.
Die Jakobsens …
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Aufgabe 2
Die Jakobsens …
Richtige Antwort: ✅ arbeiten als Unterwasserfilmer.
Erklärung: Im Text wird ausdrücklich gesagt, dass sich Joachim und Kirsten Jakobsen intensiv mit Filmen der Unterwasserwelt beschäftigen. Außerdem fertigen sie Videoaufnahmen des Wracks an und dokumentieren dieses visuell im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts. Das zeigt klar, dass ihre Tätigkeit im Bereich der Unterwasserfilmaufnahmen liegt.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ lernten sich auf den Azoren kennen – Der Text erwähnt nur, dass sie seit über 15 Jahren auf den Azoren leben, nicht, wo sie sich kennengelernt haben.
❌ wohnen dauerhaft auf einem Schiff – Es wird gesagt, dass sie auf den Azoren leben, nicht auf einem Schiff.
a) arbeiten als Unterwasserfilmer. b) lernten sich auf den Azoren kennen. c) wohnen dauerhaft auf einem Schiff.
Die Position des gesunkenen U-Boots …
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Aufgabe 3
Die Position des gesunkenen U-Boots …
Richtige Antwort: ✅ stellte ein zentrales Ziel der Arbeit des Ehepaars dar.
Erklärung: Der Text erklärt, dass der genaue Ort des Wracks lange ungeklärt war und die Jakobsens gezielt danach suchten. Sie untersuchten systematisch ein großes Gebiet, um das Wrack von UB-581 zu lokalisieren.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ war bereits seit langer Zeit exakt bekannt – Der genaue Ort war lange ungeklärt.
❌ wurde zufällig entdeckt – Die Entdeckung erfolgte im Rahmen einer gezielten und systematischen Suche.
a) war bereits seit langer Zeit exakt bekannt. b) stellte ein zentrales Ziel der Arbeit des Ehepaars dar. c) wurde zufällig entdeckt.
Warum besitzt das Tauchboot eine dicke Plexiglasscheibe?
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Aufgabe 4
Warum besitzt das Tauchboot eine dicke Plexiglasscheibe?
Richtige Antwort: ✅ Um dem extremen Wasserdruck standzuhalten.
Erklärung: Im Text wird beschrieben, dass die 14 Zentimeter starke Plexiglasscheibe die Insassen vor dem enormen Wasserdruck in fast 900 Metern Tiefe schützt, der dem Gewicht von etwa 100 Lastwagen entspricht.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ Damit längere Aufenthalte unter Wasser möglich sind – Die Aufenthaltsdauer wird nicht mit der Scheibe begründet.
❌ Um den Meeresboden besser beobachten zu können – Die Scheibe dient dem Schutz, nicht der Sichtverbesserung.
a) Damit längere Aufenthalte unter Wasser möglich sind. b) Um den Meeresboden besser beobachten zu können. c) Um dem extremen Wasserdruck standzuhalten.
Wie reagierten die Jakobsens auf den Fund des Wracks?
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Aufgabe 5
Wie reagierten die Jakobsens auf den Fund des Wracks?
Richtige Antwort: ✅ Sie waren tief beeindruckt.
Erklärung: Joachim Jakobsen beschreibt den Moment der Entdeckung als „überwältigend“ und hebt besonders hervor, wie stark das Wrack inzwischen von Leben überzogen ist.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ Sie waren enttäuscht – Der Fund wird als überwältigend und beeindruckend beschrieben.
❌ Sie zeigten sich ungeduldig – Ungeduld wird im Text nicht erwähnt.
a) Sie waren enttäuscht. b) Sie waren tief beeindruckt. c) Sie zeigten sich ungeduldig.
Welches Ziel verfolgt das Forschungsprojekt?
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Aufgabe 6
Welches Ziel verfolgt das Forschungsprojekt?
Richtige Antwort: ✅ Die Entwicklung von Korallenriffen zu untersuchen.
Erklärung: Für Meeresbiologen ist das Wrack besonders wertvoll, weil es sich zu einem künstlichen Riff entwickelt hat. Das Projekt zielt darauf ab, mithilfe von Videoaufnahmen und einer detaillierten Dokumentation das Wachstum von Kaltwasserkorallen zu erforschen.
Warum die anderen Antworten falsch sind:
❌ Das U-Boot in einem Museum auszustellen – Eine Bergung oder Ausstellung wird nicht erwähnt.
❌ Ein neues künstliches Riff zu bauen – Das Wrack ist bereits vorhanden; es wird untersucht, nicht neu geschaffen.
a) Die Entwicklung von Korallenriffen zu untersuchen. b) Das U-Boot in einem Museum auszustellen. c) Ein neues künstliches Riff zu bauen.
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